Kreative Arbeit mit Sprache und Geschichten

Es gibt viele Gründe sich für Märchen zu begeistern. Nichts hält die Welt so zusammen, wie die Märchen der Völker. Diese Erzählungen sind uralt und trotzdem haben sie auch noch eine große Bedeutung. Das Erstaunliche ist: Erzählen ist ein Erlebnis, welches an jedem Ott geschehen kann. Das Erzählen ist die Weitergabe der Sehnsüchte, Wünsche, Empfindungen, Eindrücke, Phantasien und gibt Einblicke oder Denk- und Fühlanstöße, entführen, verzaubern, berauschen...

Zum Projekt in unserer Schule:

Im Schuljahr 2009/2010 beteiligen sich die vier Klassen der 2. und 4. Klassenstufe.
Immer mittwochs arbeiten ein oder zwei Klassen für zwei Schulstunden am Märchenprojekt.

1 - Frau Düsterwald vom Kultur- & Lesetreff erzählt einer Klasse ein Märchen bzw. erarbeitet das Märchen.
2 - In der nächsten Woche wird mit den Kindern das "weitergebende Erzählen" kreativ geübt und gestaltet.
3 - Am dritten Vormittag "erzählen" die Kinder das Märchen einer anderen Klasse weiter.
4 - Auch diese Klasse "erzählt" das Märchen an eine dritte Klasse weiter.
5 - Die dritte Klasse verschriftlicht schließlich das Märchen und hört in der Folgewoche ein neues Märchen...

Im zweiten Halbjahr sollen die Kinder dann eigene Märchen entwickeln, erzählen und verschriftlichen.
Ein großes Märchenfest soll den Abschluss des Projekts an Ende des Schuljahres bilden.

Ein Projekt des ...

Kultur- & Lesetreff (KuLe) Burbach
Burbacher Markt 9
66115 Saarbrücken
Tel. 0681/75 35 892
Mail:
klb@quarternet.de

Ansprechpartnerin: Milena Düsterwald


Das Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen

Seit einigen Monaten haben wir in den Klassen 2.1, 2.2, 4.1 und 4.2 das Märchenprojekt von Frau Düsterwald. Unsere Klasse war die erste, der Frau Düsterwald das schöne Märchen vom dicken, fetten Pfannekuchen vorgelesen hat. Danach mussten die Kinder eigenständig das Märchen nacherzählen. In weiteren Stunden bastelten die Kinder Stabpuppen zu dem Märchen. Es wurden Kinder, ein Hahn Kradan, ein Schwein Schmierulein, die Katze Miaze und viele andere Puppen gebastelt. Nun hatten die Kinder eine Woche Zeit zum Üben. Jedes Kind bekam ein Rolle und das Stabtheater wurde der Klasse 2.2 vorgeführt. Die Zuschauer waren begeistert und schenkten den Kindern großen Applaus.


23. September 2009

Vor zwei Wochen brachte Frau Düsterwald vom Kultur- und Lesetreff in Burbach das erste Märchen mit in unsere Schule. Frau Müllenbach hörte mit ihrer 2. Klasse das Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen und übte es im Anschluss als Stabspiel ein. Eine Woche später führte die Klasse das Märchen mit ihren Stabpuppen der Parallelklasse von Frau Renzow vor. Auch diese Klasse arbeitete mit dem Märchen und übte es als kleines Theaterstück ein. Heute bekamen wir, die Klasse 4.1 von Frau Weiten, das Theaterstück zu sehen.

Es war eine wirklich gelungene Vorführung! Unsere Aufgabe besteht nun darin, das Märchen zu verschriftlichen. Zuerst dachten wir, dass das gar nicht so schwer sein kann, weil uns das Märchen gar nicht so lange erschien. Doch als wir mit dem Schreiben begonnen hatten, wurde uns klar, dass es doch viele Details zu beachten gilt. Da werden wir in der nächsten Woche noch ganz schön zu schreiben haben...

30. September 2009

Heute haben wir wieder an unseren Märchen weitergeschrieben. Noch nicht alle Kinder sind damit fertig geworden, haben das aber als Hausaufgabe zu Ende geschrieben. Hier könnt ihr unsere Nacherzählungen lesen...

Frau Düsterwald hat uns heute noch ein neues Märchen vorgelesen. Wir werden das Märchen in den nächsten Wochen aufarbeiten und nach den Herbstferien der Parallelklasse als Schattentheater vorspielen. Wir müssen noch ganz schön viel üben...

Das Affenherz - ein afrikanisches Märchen


7. Oktober 2009

Heute haben wir den Overheadprojektor aufgebaut und mit Schatten experimentiert. Wir haben aber auch schon versucht unser aktuelles Märchen einzustudieren. Das mit den Schatten hat sich aber als ziemlich kompliziert herausgestellt. Wir müssen nach den Herbstferien noch eine Woche länger üben als geplant und spielen das Märchen am 11. November erst für die Klasse von Herrn Gerlach vor.


11. November 2009

Heute war es endlich soweit, wir präsentierten das afrikanische Märchen "Das Affenherz" als Schattentheater. Zu Gast waren unsere Parallelklasse, die Klasse 4.2 von Herrn Gerlach, und die Schulkinder-Gruppe aus unserer benachbarten Kindertagesstätte Markuskirche. Alle Darsteller waren ziemlich aufgeregt, als Frau Düsterwald uns die Masken aufsetzte und uns die letzten Anweisungen gab. Dann ging es los! Pascal begrüßte unsere Gäste und schon fing Frau Düstewald, unsere Erzählerin, an zu lesen "Vor langer, langer Zeit lebte in Afrika eine alte Schildkröte. Eines Tages hatte sie einen seltsamen und wunderbaren Traum von einem Zauberbaum, auf dem alle Früchte der Erde wuchsen..."


Märchen aus dem Füllengarten


GrundschülerInnen aus dem Burbacher Füllengarten verbanden Märchen mit Malerei und Musik
- Großartige Präsentation mit viel Publikum im Bürgerhaus Burbach

BURBACH. "Märchen aus dem Füllengarten". So lautet der Titel eines aufwendigen Märchenbuchs, das der Kultur- & Lesetreff Burbach (KuLe) und die Burbacher Grundschule im Füllengarten am Montag, 21. Juni im Bürgerhaus Burbach gemeinsam der Öffentlichkeit vorstellten. Das Märchenbuch entstand aus einem Märchenprojekt, an dem Kinder der zweiten und vierten Klassen sowie deren Lehrerinnen und Lehrer beteiligt waren. Ein Jahr lang beschäftigten sich die Projektteilnehmer unter der Obhut von KuLe-Leiterin Milena Düsterwald mit Märchen aus aller Welt. Die Kinder erzählten erst wenig bekannte, vorher gehörte Märchen nach, und wurden dann durch Theater-, Sprach- und Schreibübungen zum Entwickeln von eigenen Märchen hingeführt.

Abschließend wurden dann die dabei entstandenen Märchen in einem Märchenbuch gesammelt und zur Veröffentlichung vorbereitet. Parallel dazu liefen in drei Klassen Kunstprojekte. Seit 2007 arbeitet die Grundschule Füllengarten mit dem Amt für Kinder, Bildung und Kultur zusammen. Seit 2009 betreut die Künstlerin der sogenannten AR-Reihe, Anna Maria Brenner, diese Schulklassen. "Nach einer sehr arbeitsintensiven, aber auch produktiven Zeit, können wir nun die Früchte unserer Arbeit ernten, indem wir das große Märchenfest zu Ehren unseres Märchenbuches feiern", freute sich KuLe-Chefin Milena Düsterwald. Und auch die Zuhörer/Zuschauer im Bürgerhaus freuten sich mit ihr. Sie ließen sich an diesem Tag von den Mädchen und Jugend natürlich gerne in die ganz spezielle Märchenwelt der Kinder entführen und erleben darüber hinaus die Uraufführung des Musicals "Die Raben lernen laufen“ sowie eine kleine Bilderausstellung zum Buch".

Begonnen hatte diese kulturelle morgendliche "Schulstunde" zunächst mit einer Begrüßung von Caritasdirektor Johannes Simon. Dem Saarbrücker Schul- und Kulturdezernent Erik Schrader gefiel bei diesem Projekt ganz besonders, dass hier Märchen nicht nur „einfach vorgelesen“ sondern mir der Malerei und Musik verbunden wurden. Erfreut zeigte er sich auch über die problemlose Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Projektpartnern, sie so nicht immer einfach sei. In die eigene Kindheit entführte Bezirksbürgermeister Dr. Claus Theres die Anwesenden in seinem Grußwort, in dem er sich outete, in frühester Jugend eher ein Fan von Märchen als von Karl May gewesen zu sein.

Eine von Lehrer Peter Gerlach zusammengestellte kleine Power-Point-Show mit Bildern aus den Projektwochen leitete nahtlos zum eigentlichen kulturellen Programm über, bei dem zum Start aus dem Projekt-Märchenbuch die Klasse 2.1 "Das Märchen von der Prinzessin Felizia" vorlas. Die Klasse 2.2 stellte ein "Gedicht zum Märchen" vor, ein "Comic Märchen" präsentierte die Klasse 4.1 und die Klasse 4.2. überraschte mit "Tobi und der 7. Zwerg". Mit dem großen Musical "Die Raben lernen laufen" fand die Projekt-Matinee ihren krönenden Abschluss.

Den Schülerinnen und Schülern war es am Ende ein ganz besonderes Bedürfnis, Dankeschön zu sagen an jene Menschen, Firmen und Institutionen, die das Buchprojekt wirkungsvoll unterstützt haben: dem Verfügungsfonds Burbach im Rahmen des Bund-Länder-Programms "die Soziale Stadt", dem Bezirksrat Saarbrücken West, der Firma FBO Marketing-Kommunikation GmbH auf den Saarterrassen, dem Kulturdezernenten der Landeshauptstadt Saarbrücken Erik Schrader, dem Autohaus am Pfaffenkopf sowie den Firmen Sammler und Resch.

(Text: Helmuth Bock, www.hallobock.de)
Fotos unter www.fotos.hallobock.de Album 100621_Märchen Burbach.